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Lourdes: mein Weg zur katholischen Kirche

Lourdes: mein Weg zur katholischen Kirche
Erstellt von:
Ulfried Ritter
Veröffentlicht am:
21.06.2026

Ich blicke mit Dankbarkeit auf mein Leben zurück. Dankbar, dass Gott mich auf dem Pfad des Lebens bis heute nie verlassen hat, auch wenn ich das nicht immer gleich begriffen habe. Dankbar für die Muttergottes von Lourdes, denn sie hat mich zu Jesus Christus geführt.

Die Kirche in Lourdes.
Bildautor: Albert Engelmann

Geboren 1953 in der Nähe von Aschaffenburg (Unterfranken) wurde ich protestantisch getauft. Ich sage bewusst protestantisch, denn diese „Kirche“ ist nicht evangelisch – sie leugnet die Gottesmutter, die Dreifaltigkeit und biedert sich heute dem Rot-Grünen Antichristen an.

1956 verließ meine Mutter meinen Vater und ging mit mir in ihre Heimat Sachsen-Anhalt zurück, das damals in der Sowjetische Besatzungszone (SBZ) war und Teil der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Religion war dort an den Rand gedrängt und ich wurde logischerweise materiell indoktriniert.

Nach meiner Flucht aus der DDR im Sommer 1989 mit Frau und vier Kindern über die Prager Botschaft ließ ich drei meiner Kinder protestantisch taufen. Meine ältere Tochter lebt in der Schweiz und ist wegen Heirat inzwischen zum Islam übergetreten.

Ich begann mich immer mehr für Religion, deren Geschichte und die Propheten zu interessieren. Und stieß dabei auf immer mehr Lügen über die katholische Kirche und den Protestantismus sowie den Kirchen-Spalter Luther, der meines Erachtens ein Verbrecher ist nach heutigem Maßstab. Im Arzt-Wartezimmer las ich die Zeitschrift GEO vom 04. April 2010 mit dem Titel "Neues vom Scheiterhaufen" von Fred Lange. Danach bekam ich das Buch von Arnold Angenendt „Toleranz und Gewalt“. Da wurde mir bewusst, dass das Narrativ über die mordende Inquisition eine komplette Lüge ist, ebenso wie die Lüge vom finsteren Mittelalter. In dem Buch von Horst Gebhard „Liberté, Egalité, Brutalité“ fand ich Antwort: Fast alle Verbrechen, welche der katholischen Kirche unterstellt wurden, sind die Taten der Protestanten zusammen mit der weltlichen Gerichtsbarkeit. Also bin ich Mitglied einer kriminellen Organisation durch Taufe. Es folgten Bücher über Therese von Konnersreuth, Michael Hesemann "Das letzte Geheimnis von Fatima" und vieles mehr. Mein Hang zur katholischen Kirche wurde immer stärker. Und dann 2001 war es soweit:

Meine erste Wallfahrt nach Lourdes – immer mein Herzenswunsch

1998 bekam ich meine erste künstliche Hüfte. Ich arbeitete danach in einem großen Baumarkt als Fahrer eines LKW mit Kran, trotz der harten körperlichen Arbeit. Mein Körper versuchte die Hüfte abzustoßen. Ich hatte Dauerschmerzen, die immer heftiger wurden. Dann an meinem Geburtstag 2001 kam ich nach Hause und meine Lebensgefährtin präsentierte mir den Katalog des bayerischen Pilgerbüros, das ihr unser damaliger Pfarrer Franz Grumbach gegeben hatte. Ich wählte die letzte Flug-Reise des Jahres 2001 am 11. Oktober. Der Abflug war in München, eine Zwischenlandung führte mich nach Klagenfurt. Meine Schmerzen wurden immer heftiger während der Reise. Am Abend kam ich in Lourdes an. Am nächsten Tag badete ich in der Quelle, die Patres sprachen mit mir ein Gebet und legten mich ins heilige Wasser. Danach waren die Schmerzen weg – einfach weg und kamen nie wieder. Am nächsten Tag sprach mich der Schweizer Pater Schmidt an und bat mich am Abend bei der großen Lichterprozession das Ave-Maria zu sprechen. Ich kannte ihn nicht und trotzdem hat er ausgerechnet mich angesprochen. „Ich bin aber evangelisch…“, sagte ich ihm. Er lächelte: „Was sind Sie, freikirchlich, Lutheraner…?“ Ich musste passen, ich wusste das eigentlich gar nicht. Dann am Abend auf der Balustrade der unterirdischen Basilika sah ich die 20.000 vielleicht sogar 30.000 Pilger. Ganz vorn waren die vielen Rollstuhlfahrer. Mein Gedanke: Für euch! Und Angst hatte ich auch. Dann begann ich zu sprechen. In dem Moment vollzog sich meine innere seelische Konversion. Die Mitglieder meiner Reisegruppe sagten danach: „Du hast sehr laut und deutlich gesprochen, zum ersten Mal konnten wir alles verstehen.“ Pater Schmidt habe ich nie wieder gesehen, er verschwand wie er gekommen war. Ich besuchte dann noch das Armenhaus Cité Saint-Pierre, die heilige Madonna im Schnee (in den Pyrenäen) und den Berg Pic du Jer. Am Morgen des 24. Dezember 2001 konvertierte ich in unserer Kirche mit Pfarrer Franz Grumbach zum katholischen Glauben.

Wieder daheim erlebte ich eine weitere Heilung an meiner damals anderthalbjährigen Enkelin. An diesem Abend war sie bei uns und weinte vor Leibschmerzen, weder Pille noch Zäpfchen halfen. Dann gaben wir ihr einen Schluck Lourdeswasser zu trinken, das ich mitgebracht hatte. Plötzlich hörte sie auf zu weinen, sie wurde ganz still, dann erbrach sie und hatte spontanen Durchfall. Sie kam in die Badewanne und schlief danach im Bett sofort ein – sie war geheilt. Sie macht derzeit ihren Doktor-Titel an der Universität.

Meine zweite Wallfahrt nach Lourdes 12. Juni bis 16. Juni 2026 – 
25 Jahre später mit dem Zug ab Karlsruhe

Ankunft in Lourdes mit fünf Stunden Verspätung, weil der TGV in Bordeaux eine Panne hatte.

Ich habe Fußneuropathie und durch einen Sturz kam eine gebrochene Rippe und eine schwere Blutvergiftung im linken Bein hinzu. Ich konnte nur noch humpeln vor Schmerz. Während einer Messe erklärte uns der Pater, dass das Heil-Bad nicht mehr unbedingt nötig ist (zu lange Wartezeit), sondern das Trinken und Waschen (genannt Wassergeste) an der Quelle genügt. Nach der Messe gingen wir den Kreuzweg auf dem Kalvarienberg. Einer älteren Frau fiel das sehr schwer, weil sie schlecht Luft bekam. Sie war so ehrlich, dass sie zugab: "Es war die satanische Impfung." Das gestehen sich heute die Wenigsten ein und belügen sich weiter selbst! Denen ist leider nur schwer zu helfen.

Nach dem Kreuzweg machte ich an der Quelle die Wassergeste. Meine Schmerzen waren weg, leider ist das Taubheitsgefühl zum Teil noch geblieben. Meiner Reisgruppe fiel sofort auf, dass ich wieder normal laufe. 

Bei der Rückfahrt machten die ältere Frau und ich noch einen Besuch in der Pariser Rue de Bac in der Kapelle "Unserer Lieben Frau von der wundertätigen Medaille" Danach war diese Frau vollkommen geheilt und kann wieder frei atmen.

Meine Lebensgefährtin blieb daheim. Sie ist nach 46 Bestrahlungen nicht mehr gesund und leidet unter schwerer Essstörung und körperlicher Schwäche. Sie hat mittlerweile die Pflegestufe 2. Ich bin ihr Pfleger. Ich habe durch das Militär eine solide Sanitätsausbildung. Vor zwei Jahren stürzte sie im Haus 15 Stufen. Ich habe damals die Erstversorgung gemacht und fast alles verheilte, bis auf eine Stelle am Oberschenkel, die sich nicht schloss. Sie hat starke Schmerzen an der Stelle und die Wunde eiterte immer. Dann überzog sie sich doch noch mit einer dünnen Haut. Der Schmerz blieb und die Wunde war unter der Haut immer blutunterlaufen und entzündet. Jede Berührung schmerzte, schlafen auf der rechten Seite war unmöglich. Die Ärzte waren ratlos. Am Mittwoch 17. Juni trank sie das Wasser aus Lurdes und betupfte die Wunde. Am Donnerstag geht sie immer zur Tagespflege bei der Caritas, ihre Schmerzen hatten nachgelassen. Als sie abends nach Hause kam, war die Wunde vollständig verheilt, verblasst und die Schmerzen waren weg und sind es bis heute. Somit habe ich 5 Heilungswunder erlebt. Ich nehme es als Prüfungen und danke meinem Gott in Jesus Christus und unserer Gottesmutter Maria. 

AMEN 

Glaube versetzt Berge – ich hab’s erlebt.

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