Das Märchen von der Gender-Verschwörung
Weite Teile des Buches "Das Märchen von der Gender-Verschwörung" sind als Frage-und-Antwort-Spiel aufgebaut. Sie sollen Argumentationshilfen bieten, wenn es um ein angeblich liberales Gesellschaftsbild (hinsichtlich der Sexualität) geht.
Die Autorin Dr. phil. Dorothee Beck forscht an der Uni Marburg zum „Anti-Genderismus“ sowie zur politischen Öffentlichkeit und Geschlecht. Die Autorin Dr. phil. Barbara Stiegler ist Diplom-Pädagogin, Diplom-Psychologin und Geschlechterforscherin bei der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Der Sekundärliteratur zufolge ist die Friedrich-Ebert-Stiftung die älteste und zweitgrößte parteinahe Stiftung in Deutschland. Sie steht der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) nahe.
Diese Publikation ist meiner Meinung einer Friedrich-Ebert-Stiftung nicht würdig. Ihr zufolge ist jemand „Mann“ oder „Frau“, weil es die Gesellschaft so möchte und nicht, weil sie von Natur so sind. Frauen werden nur deswegen diskriminiert, weil sie Frauen sind, und die gute alte Familie als Grundbaustein unseres Staatswesens muss zerstört werden, ist letztlich die These der beiden Autoren.
Dass wir Menschen gleichwertig sind, ist so und muss nicht besonders erwähnt werden. Es steht der Friedrich-Ebert-Stiftung daher nicht zu, daraus einen Kulturkampf zu konstruieren.
Die Überbetonung des Geschlechtsmerkmals „Frau“ ist genauso abzulehnen wie die Hervorhebung anderer Geschlechter als „Mann“ oder „Frau“. Nimmt man die christliche Bibel als allgemeingültige Quelle, sind Mann und Frau von Gott erschaffen worden. Das heterosexuelle Miteinander ist gottgewollt und gottgefällig. Die Familie ist Grundbaustein des Staates.
Das Thema „Zugehörigkeit zu einem Geschlecht und der Umgang damit“ gelangt hier eine Bedeutung, die ihm nicht zusteht. Diese Publikation kann daher als überflüssig bezeichnet werden.
Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.) / Dorothee Beck / Barbara Stiegler: Das Märchen von der Gender-Verschwörung – Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft; Selbstverlag Berlin 2019; 48 Seiten; ISBN: 978-3-95861-671-6
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