Zurück zur Übersicht

Kirche ist keine Räuberhöhle

Kirche ist keine Räuberhöhle
Erstellt von:
Christine Pies
Veröffentlicht am:
29.06.2026

„Mein Haus ist ein Haus des Gebets; ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.“ (Luk. 19, 45)

So die Worte Jesu als er die Käufer und Verkäufer im Tempel in Jerusalem sah. Dann trieb Er sie hinaus und lehrte täglich dort. Die Kirche ist also das Haus des Gebets. Jesus ist dort gegenwärtig im Tabernakel. Er wünscht sich Gebete und dass dort Sein Wort gelehrt wird. Er mag keine Verkäufer oder Käufer, die dort ihr Unwesen treiben.

Jesus treibt die Geldwechsler und Händler aus dem Tempel.
Bildautor: Albert Engelmann / Grok

Immer öfter werden in Kirchen Veranstaltungen abgehalten, die nicht diesem Wunsch Jesu entsprechen. Da gibt es Konzerte, Tanzaufführungen, Kinderanimation, Kaffeeausschank etc. All dies gehört nicht in den Heiligen Kirchenraum, sondern zum Beispiel in ein Pfarrheim. Das Haus Gottes sollte man mit Demut und Achtung vor Gottes Gegenwart betreten. Dazu gehören sowohl das Eintreten über die Stufen vor die Kirche, welches einen kleinen Aufstieg zum Berge Tabor darstellt, als auch das Bekreuzigen mit Weihwasser als Zeichen der Reinigung. Bevor man in die Kirchenbank geht, macht man eine Kniebeuge und bekreuzigt sich erneut.

Auch treten in der Heiligen Messe öfter anstelle der Predigt des Priesters Laien auf, die dort etwas vormachen oder erzählen. Dies ist zwar gut gemeint von den Menschen; aber eine Predigt eines gottgeweihten Priesters kann dadurch nicht ersetzt werden. Auch das Auftreten von zum Beispiel Karnevalstanzgruppen gehört nicht in die Kirche, sondern in einen Sitzungssaal. Gott ist dort und schaut sich alles an. Sollte man Ihm gegenüber nicht voller Gottesfurcht auftreten.

Viele reden auch einfach weiter, wenn sie in der Kirche sind. Sie warten darauf, dass die Messe anfängt. Wenn sich die Menschen über die Gegenwart Gottes bewusst wären, würden sie voller Ehrfurcht niederknieen uns sich auf das große Opfer Jesu, dass sich während der Heiligen Messe vollzieht, innerlich vorbereiten. 

Früher war es üblich, vor der Messe zu beichten, damit man auch mit reinem Herzen die Kommunion empfangen kann. Bei vielen Menschen ist heute das Sündenbewusstsein nicht vorhanden oder verloren gegangen. 

Leider werden auch immer wieder Kirchen profanisiert. 

Beten wir dafür, dass das Haus Gottes auch wirklich ein Haus des Gebetes ist und bleibt.

 

Christine Pies
pieschristine [at] web.de

Jetzt „Der 13.“ digital abonnieren!

Ein Abo erneuert sich automatisch.
Ein Abo kann jederzeit gekündigt werden.

Monatsabo digital
4,00 EUR pro Monat
  • Alle Artikel auf www.der13.com
  • Die aktuelle Druckausgabe als pdf-Datei
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren
Jahresabo digital
39,00 EUR pro Jahr
  • Alle Artikel auf www.der13.com
  • Die aktuelle Druckausgabe als pdf-Datei
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren
Jahresabo print
65,00 EUR pro Jahr
  • Die Druckausgabe monatlich (11 Mal im Jahr)
  • Die Bezahlung erfolgt über die Internetseite
Jetzt abonnieren
Jahresabo digital + print
100,00 EUR pro Jahr
  • Die Druckausgabe monatlich (11 Mal im Jahr)
  • Alle digitalen Artikel auf www.der13.com
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren

Weitere Artikel aus der Kategorie Leserbriefe lesen

Leserbriefe Ein Vorbild für uns alle: David Buggi
Das Leben und Sterben von David Buggi ist uns allen ein Vorbild und eine Lehre.
Sofie Christoph |
Leserbriefe Ein Kardinal am falschen Weg
Bischof Schneider ist ein mutiger Hirte seiner Herde. Er scheut auch nicht davor zurück, den mächtigsten Kardinal der Kirche sanft zurechtzuweisen.
Evi Schmid |
Leserbriefe Europa ist ein Desaster
In ganz Europa wurde seit Jahrzehnten gespart, wo es nur ging. Straßen, Brücken, Bahnverkehr wurden immer nur notdürftig repariert. Genauso hat man es mit öffentlichen Gebäuden gemacht, bis man nun (welch eine Überraschung) feststellen muss, dass alles so
Christine Pies |
Leserbriefe Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen
Das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen ist eine Agentur der Europäischen Union. Gegründet wurde das Institut durch die Verordnung EG Nr. 1922/2006 vom 20. Dezember 2006. Seinen Sitz hat das Institut in der litauischen Hauptstadt Vilnius.
Klaus Makollus |
Leserbriefe Eine Landesbeauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte
Petra Ladenburger ist seit dem 18. Februar 2026 die neue nordrhein-westfälische Landesbeauftragte für Kinderschutz und Kinderrechte. Ihr Dienstsitz befindet sich in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Nach eigenen Angaben ist sie bei der Ausübung ihrer Tätig
Klaus Makollus |
Leserbriefe Lourdes: mein Weg zur katholischen Kirche
In Lourdes wurde ich nicht nur zweimal von meiner Krankheit geheilt, sondern in Lourdes hat sich auch mein Glauben vertieft.
Ulfried Ritter |
Leserbriefe Wandeln im Heiligen Geist

Alles Sein ist Ausdruck einer vollkommenen Liebe. Die einzige Ausnahme ist der Mensch mit seinem freien Willen, als Ebenbild Gottes.

Josef Atzmüller |
Leserbriefe Familienpolitik

Wegen der anhaltenden Demographieproblematik und wegen der Angriffe auf das europäisch-christlich-konservative Familienmodell durch Genderidologie und islamisch-polygame Clanstrukturen ist es unumgänglich, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Daher ist festzuhalten:

MMag. DDr. phil.et iur. Edith Pekarek |
Leserbriefe Sonnenlicht ist lebensnotwendig

Früher hat man den Menschen geraten, bei einer Erkrankung in die Sonne zu gehen. Kranke wurden mit ihrem Bett nach draußen gefahren oder ihnen wurde ein Urlaub in der Sonne empfohlen und das aus gutem Grund.

Christine Pies |
Leserbriefe Westfälisches Museum für religiöse Kultur (Religio)

Telgte ist ein idyllischer Ort in der Umgebung von Münster. In seiner malerischen Altstadt ist das Museum auf zwei Gebäude verteilt und in der Fußgängerzone untergebracht. Das Museum basiert auf einer Sammlung von Weihnachtskrippen, die 1934 erstmals ausgestellt wurde.

Klaus Makollus |
Leserbriefe Sollten Beamte in die Rentenversicherung einzahlen?

Das Alimentationsprinzip gibt es bereits seit 1794 und zählt seit 1954 im deutschen Beamtenrecht zu den 

Christine Pies |
Leserbriefe Immer weniger Regen in Mitteleuropa
Windräder zerstören unsere Wälder und Felder und sie zerstören auch unsere jahrhunderte alte Kultur.
Mag. Klaus Goldmann |

Online Spenden

Wir sind von Ihren Spenden abhängig. Dafür können wir unabhängig berichten.