Ein Arzt ergänzt einen theologischen Beitrag
Der theologische Beitrag "Die Heilung des Blindgeborenen im Evangelium des Johannes" von Magister Theologiae Michael Pies ist augenöffnend. Als Arzt darf ich noch ergänzend anmerken, dass der Blinde möglicherweise an einer chronischen Blepharitis, einer Lidrandentzündung gelitten hat.
Diese führt, wie der Name andeutet, zu einer schweren Entzündungsreaktion mit Verkleben und Verkrusten der Lidränder. "Die Krankheitsgeschichte erstreckt sich über Wochen oder Monate. Eine Lidrandentzündung ist nicht mit ansteckenden Augenentzündungen durch Bakterien oder Viren vergleichbar. Sie beginnt schleichend und im Laufe der Zeit entwickeln sich die typischen Beschwerden: tränende bzw. müde Augen und Bindehaut-Rötung. Die Lidränder sind geschwollen, verklebt oder gerötet mit Juckreiz, Schmerzen, Sehschwankungen und Lichtempfindlichkeit." wie man auf Augeninfo.de nachlesen kann.
Unter den damaligen Bedingungen wurden die betroffenen Personen in der Regel dadurch blind.
Jesus Christus war kein Psychiater, er war im eigentlichen Wortsinn Seelenarzt. Er war aber auch Arzt. Durch die Behandlung unseres Herrn Jesus Christus mit Speichel, der bestimmte Enzyme enthält und antibakteriell wirkt, gemeinsam mit sauberer heilender Erde ist auch naturwissenschaftlich eine Säuberung und Entzündungshemmung möglich. Dadurch reinigte Er die Augen und entfernte die Krusten. Dadurch öffneten sich die Lider wieder und der Betroffene sah wieder. Leider wissen wir nicht mehr, wie diese Erde mineralisch beschaffen war, die von Jesus Christus verwendet wurde.
Mineralien unter dem Überbegriff „Erde“ werden auch heute noch bei vielen Erkrankungen eingesetzt. Zum Beispiel das Präparat Colina bei Durchfallerkrankungen oder essigsaure Tonerde, Fango und viele mehr.
Die Episode ist meines Erachtens also real beschrieben und war damals für die Umstehenden schon sehr verwunderlich, sprich Aufsehen erregend. Jesus Christus heilte aber vornehmlich deshalb, weil die damaligen Juden davon ausgingen, dass Krankheit immer als irdische Strafe für konkrete Sünden auftrat.
Das ist nicht ganz abwegig, wenn man an unsere Zivilisationskrankheiten, an Tennisellenbogen durch Übertreiben beim Tennisspiel oder Fußballerknie bei entsprechender Überlastung, an Geschlechtskrankheiten und vieles andere mehr denkt.
Unser Herr Jesus Christus zeigte jedoch damit eindrucksvoll, dass Er die Sünden vergeben konnte, also Macht über die Sünde hatte, was zusätzlich zur gesellschaftlichen Rehabilitation der öffentlich sichtbaren Sünder führte.
So ist Seine kluge Frage an die Pharisäer einmal: „Was ist leichter? Zu sagen, ‘Deine Sünden sind Dir vergeben’ oder ‘Steh auf, nimm Dein Bett und geh’!“.
Meines Wissens war das nach jüdischem Verständnis identisch, denn wenn die Sünden von Gott vergeben sind, ist auch die dadurch verloren gegangene körperliche Integrität wieder vorhanden.
Natürlich schließe ich als gläubiger Arzt nicht aus, dass Er schlicht und einfach ein Wunder gewirkt hat.
Weitere Artikel aus der Kategorie Leserbriefe lesen
Alles Sein ist Ausdruck einer vollkommenen Liebe. Die einzige Ausnahme ist der Mensch mit seinem freien Willen, als Ebenbild Gottes.
Wegen der anhaltenden Demographieproblematik und wegen der Angriffe auf das europäisch-christlich-konservative Familienmodell durch Genderidologie und islamisch-polygame Clanstrukturen ist es unumgänglich, Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Daher ist festzuhalten:
Früher hat man den Menschen geraten, bei einer Erkrankung in die Sonne zu gehen. Kranke wurden mit ihrem Bett nach draußen gefahren oder ihnen wurde ein Urlaub in der Sonne empfohlen und das aus gutem Grund.