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Mirjam von Abellin, auferweckt von der Muttergottes

Mirjam von Abellin, auferweckt von der Muttergottes
Erstellt von:
Christine Pies
Veröffentlicht am:
03.07.2026

Mirjam von Abellin ist wohl der einzige Mensch, der von der Muttergottes vom Tode auferweckt und gesund gepflegt wurde. 

Mirjam von Abellin (um 1875): Eine Friedensstifterin, heiliggesprochen im Jahr 2015.
© Gemeinfrei

Die Eltern hatten vor Mirjam bereits zwölf Söhne, die alle ganz jung starben. Nach einer Wallfahrt nach Betlehem und erlebten sie eine wunderbare Gebetserhörung und bekamen ein Mädchen geschenkt. Mirjam Baoardy wurde am 5. Januar 1846 in Abellin, einem Ort nahe Nazareth in Galiläa geboren und Mirjam von Betlehem genannt. Danach bekam Mirjam noch einen Bruder. Mirjam wurde von Verwandten aufgezogen, nachdem sie ihre Eltern schon im Alter von drei Jahren verlor. Bereits mit sieben Jahren empfing sie erstmals die heilige Kommunion. 

Bald nahm sie ihr Onkel mit nach Alexandria in Ägypten. Im Alter von 13 Jahren wurde sie vom Onkel mit einem Verwandten verlobt. Mirjam wollte aber Jungfrau bleiben und erklärte kurz vor der geplanten Hochzeit, dass sie nicht heiraten wolle. Sie gab das bereits erhaltene Brautgeschenk zurück und schnitt sich ihre langen Haare ab. Daraufhin wurde sie von ihrem erzürnten Onkel geschlagen und wie eine Sklavin behandelt.
Mirjam entschied sich, zu ihrem Bruder nach Nazareth zurückzukehren und wollte mit einem früheren Diener der Familie nach Nazareth flüchten. Dieser war Muslime und wollte Mirjam zum Islam bekehren. Als sie dies entschieden verweigerte, schnitt er ihr mit seinem Krummsäbel die Kehle durch. 

Sie überlebte diesen Mordversuch durch ein wunderbares Eingreifen der Muttergottes. Eigentlich war sie bereits tot. Mirjam bekannte: „Ich befand mich im Himmel. Die Muttergottes, die Engel und die Heiligen empfingen mich mit großer Güte und ich sah meine Eltern bei ihnen. Auch den strahlenden Thron der Heiligsten Dreifaltigkeit durfte ich sehen und Jesus in seiner Menschheit. Da sagte jemand zu mir: Du bist Jungfrau, das ist wahr, aber dein Buch ist noch nicht vollendet." Sie erlebte eine Schau von Himmel, Hölle und Fegefeuer. Mirjam wurde in einer Grotte wach, wo sie von einer Ordensfrau in hellblauen Gewändern gepflegt wurde. Nach einer Zeit intensiver Pflege sprach diese zu Mirjam: "Du gehst nach Frankreich und wirst Karmelitin und in Bethlehem wirst du sterben.Diese Ordensfrau, die sie längere Zeit liebevoll gesund pflegte, erkannte Mirjam später als die Jungfrau Maria. Auf medizinisch nicht erklärbare Weise lebte sie danach weiter, obwohl ihr mehrere Ringe der Luftröhre fehlten. Ein atheistischer Arzt, der sie untersuchte, bekehrte sich danach zum katholischen Glauben.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Beirut und in Marseille erhielt sie im Alter von 20 Jahren in einem Kloster die Wundmale Christi. Die Ordensgemeinschaft kam damit nicht zurecht und sie wurde nicht zum Noviziat zugelassen. Man schickte sie zu den Karmelitinnen in Pau, wo sie 1867 eintrat und ihren Namen "Mirjam von Jesus dem Gekreuzigten" erhielt. Der Orden sandte sie nun für einige Jahre in die Mission nach Indien. Erst im Jahre 1872 konnte sie nach Frankreich zurückkehren. Im Jahre 1874 kam Mirjam zurück nach Bethlehem und Nazareth, wo sie nach dem Wunsch des Himmels jeweils einen Karmel gründete. 

Nach einem Unfall starb sie am Morgen des 27. August 1878 nach ihren letzten Worten: „O ja, Barmherzigkeit!im 33. Lebensjahr in Betlehem. Dort ist sie auch beerdigt. Das Grab wurde schnell zu einem Wallfahrtsort.

Es geschahen viele geheimnisvolle Dinge in ihrem Leben. Oft fiel sie in Ekstase, sie schwebte öfters über den Boden und sie hatte die Fähigkeit der Bilokation, also gleichzeitig an mehreren Orten zu sein. Zudem hatte sie die Gabe der Prophezeiungen und viele Visionen. Myriam war immer ein Vorbild tiefer Demut und Bescheidenheit und einer großen Liebe zur Kirche.


Am 13. November 1983 wurde sie von Papst Johannes Paul II. selig und am 17. Mai 2015 von Papst Franziskus heiliggesprochen Sie ist die Friedenspatronin für das Heilige Land. Ihr Gedenktag ist am 25. August.

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