Richtigstellungen zum Befreiungsausschuss Südtirol (BAS)
Richtigstellungen zum Befreiungsausschuss Südtirol (BAS)
Erstellt von:
Georg Dattenböck
Veröffentlicht am:
06.11.2026
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Es waren durchwegs katholische Bauern, Arbeiter und Handwerker, die den BAS in Südtirol gründeten. Die wichtigsten Unterstützer, Freunde und Helfer des BAS waren:
Grabstätte von BAS-Gründer Sepp Kerschbaumer (1913–1964) auf dem Friedhof von Frangart bei Eppan
Unterillertaler (Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0)
SVP-Obmann und Landeshauptmann Dr. Silvius Magnago war über die Gründung des BAS von Anfang an informiert, er duldete diese Gründung und wußte jedoch offiziell von nichts;
SVP Parteiobmann-Stellvertreter Dr. Peter Brugger hielt die Verbindung zum BAS aufrecht;
SVP Landtagsabgeordneter und SVP-Obmann-Stv. Hans Dietl stand in engstem Kontakt zum BAS, er war ein Freund von BAS-Gründer Sepp Kerschbaumer und von Jörg Klotz;
SVP Parteileitungsmitglied Franz Widmann war ein Freund von Kerschbaumer und Dietl und pflegte den Kontakt zu Jörg Klotz;
SVP Obmann-Stv. Dr. Hans Stanek traf sich zu Gesprächen betreff geplanter Demonstrations-Anschläge mit dem Innsbrucker Landesrat und BAS-Mitkämpfer Dr. Aloys Oberhammer;
ÖVP Dr. Johann Josef Dengler, kath. Widerstandskämpfer gegen Hitler, Leiter der Südtirol-Abteilung im Amt für Auswärtige Angelegenheiten, war über die Anschläge informiert;
SPÖ Außenminister Dr. Bruno Kreisky traf sich am 27.1.1960 in Wien mit Wolfgang Pfaundler, Widerstandskämpfer gegen Hitler. Pfaundler war in Begleitung von Jörg Klotz. Sie trafen sich im Außenministerium und zum Abschied erhielt Jörg Klotz von Kreisky ein Kistchen bester Zigarren. Nochmals trafen sich Kreisky und Jörg Klotz in Kreiskys Wohnung und in einem Heurigen-Lokal in Wien;
SPÖ Landtags-Abgeordneter Rupert Zechtl, Kreiskys Verbindungsmann zum BAS, war ein persönlicher Freund von BAS-Gründer Sepp Kerschbaumer. Zechtl unterrichtete Kreisky laufend über die BAS-Vorbereitungen und, vor allem bereits am 8.9.1959, über die geheime Gründung des BAS;
ÖVP Landespolitiker Dr. Hans Gamper (saß in GESTAPO-Haft) und zusammen mit SPÖ-Abgeordnetem Rupert Zechtl waren beide betreff der Ziele des BAS ein Herz und eine Seele;
ÖVP Landeshauptmann Eduard Wallnöfer unterstützte sehr massiv: finanziell, ideell und humanitär den BAS und sehr viele der Widerstandskämpfer;
Otto und Fritz Molden, Widerstandskämpfer gegen Hitler, waren mit Kreisky eng befreundet, und waren federführend beim Aufbau des BAS beteiligt.
Gerd Bacher, ORF-Generalintendant, war ebenso federführend, zusammen mit den Brüdern Molden am Aufbau des BAS beteiligt. Er bekannte sich im hohen Alter öffentlich zum Widerstand.
Die Liste bedeutender Persönlichkeiten aus ÖVP und SPÖ, aus dem katholischen, monarchistischem und linkem Lager der Republik Österreich, sowie ebenso aus der BRD, ließe sich weiter fortsetzen.
Die sehr gehässigen und politisch motivierten Bezeichnungen von medialer Seite wie: „Bumser und Terroristen“ für die Widerstandskämpfer gegen den Faschismus in Südtirol, ist hiermit richtiggestellt.
„In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist“. (Goethe zu Eckermann am 16.12.1828).
Georg Dattenböck
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Eva Schmid, 85253 Erdweg |
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