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Hitler, der Parvenü: Eine Antwort zum „Marsch auf Bozen“

Hitler, der Parvenü: Eine Antwort zum „Marsch auf Bozen“
Erstellt von:
Georg Dattenböck
Veröffentlicht am:
03.11.2026

Georg Dattenböck hat zu seinem Leserbrief „Der Marsch auf Bozen: Wie Südtirol verraten wurde“ eine Zuschrift von N. N. erhalten. Wir bringen sie hier, darunter den Kommentar von Georg Dattenböck dazu.

Leserbriefe 2026 11 Hitler der Parvenue Eine Antwort zum Marsch auf Bozen
Der Schelling-Salon in der Münchner Schellingstraße. In dem Traditionswirtshaus soll Hitler Hausverbot erhalten haben, weil er seine Schulden nicht bezahlte.
Flocci Nivis (Wikimedia Commons, CC BY 4.0)

„Ein wirklich spannender und inhaltsreicher Bericht. Ich befürchte, viele Menschen in diesem Land haben die Tragweite dieser Entscheidung um Südtirol gar nicht begriffen, und die jungen Leser können mit diesem Thema überhaupt nichts mehr anfangen, sie erkennen keinen Zusammenhang mit der aktuellen Politik. Ich muß zugeben, daß auch ich erst durch diesen Artikel die politische Dimension bzgl. Südtirol begriffen habe!“ (N. N.)

Der Kommentar von Georg Dattenböck

Man muß sehr strikt unterscheiden zwischen den unschuldig in den Krieg gehetzten Millionen von Soldaten, die, ohne persönliche Verbrechen begangen zu haben, ihren Kriegsdienst leisteten, und auf der anderen Seite Hitler und seiner korrupten Führungsschicht.

Zum Charakterbild Hitlers ist an einem konkreten Beispiel zu sagen: Im TV-Sender BR-Alpha gibt es eine Sendereihe „Zwischen Spessart und Karwendel“. Ein langer Beitrag wurde am 19.11.2022 über eines der ältesten Traditions-Wirtshäuser in München gebracht: „150 Jahre Schelling-Salon“. Mir wurde bei diesem gut recherchierten TV-Beitrag klar, warum Hitler u. v. a. so dringend Mussolinis Geld-Spritzen benötigte: Er erhielt im „Schelling-Salon“, der in der Nähe seines ersten Parteibüros in der Schellingstraße lag, ein Hausverbot! Der Grund für das äußerst selten ausgesprochene Hausverbot: Hitler machte dort riesige Schulden und zahlte seine Gelage nicht!

Dieses Detail paßt in das Leben und Charakterbild des Mannes, der bereits in der Jugendzeit in Linz und Wien alles verweigerte, was nur nach mühsamem, täglichem Broterwerb oder Schule roch! Es verkörpert das Bild eines Parvenüs, der ohne Schulabschluss und ohne seiner Hände Arbeit mächtig und reich wurde.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs „beschloß er, Politiker zu werden“, da er keinen Beruf erlernt hatte (das machen ihm nunmehr viele Tausende begeistert nach). Nach den ersten Erfolgen fuhr er mit stets neuesten Mercedes-Modellen durchs Land und mußte nirgends mehr seine immer großen Zechen bezahlen – die bezahlen seit mehr als 81 Jahren wir.

1945 erschoß sich der unselige Mann nach seinem totalen Scheitern im Berliner Bunker.

  • Es war „Russisches Roulette“, das er mit seinem ganzen Volk seit seiner durch große Banken und Mussolini finanzierten „Machtübernahme“ spielte;
  • er negierte gänzlich die militärisch-wirtschaftlichen und geheimdienstlichen Kapazitäten und Möglichkeiten der Großmächte dieser Welt;
  • er legte sich, trotz der Warnung von Ludendorff und anderer Generäle, gleichzeitig mit England und den USA an: den zwei größten Seemächten der Welt;
  • er legte sich zusätzlich mit der größten Landmacht an, die mehr als 5 Millionen Soldaten und 20.000 moderne Panzer mobilisieren konnte, von deren Existenz Hitler, trotz der ihm zugebrachten Warnungen (z. B. von General Guderian, der das selbst vor Ort sah), nichts wissen wollte;
  • die Wehrmacht und Wirtschaft waren nicht auf einen großen Krieg vorbereitet, z. B. fehlte jedwedes Kartenmaterial beim Einmarsch in Rußland;
  • er hatte den „Untermenschen-Wahn“ über die Russen und Juden in seinem Gehirn, er haßte Behinderte (mit den furchtbaren Folgen);
  • er und die Führung seiner Partei hatten mit der katholischen Kirche „Krieg“ und zugleich Krieg mit der Börsen-, Geld- und Weltmacht in New York und der City in London;
  • das Deutsche Reich hatte somit fünf Weltmächte als Gegner und wurde völlig zerschmettert.

Die Elite der damals jungen Männer: Viele Millionen sind gefallen oder in den Lagern krepiert, ohne je Kinder gezeugt zu haben (heute nur 1,3 Kinder pro gebärfähiger Frau). Als Hitler 1944 in einer erregten Auseinandersetzung gemeldet wurde, daß seine Elite-Division „Leibstandarte“ mehrfach schwerste Verluste erlitten hatte, rührte ihn das überhaupt nicht. Goebbels sagte es vor dem Feldzug gegen Frankreich im Rundfunk: Verlieren wir, ist es für immer vorbei. Nach dem Motto: Alles oder Nichts.

Hitler hatte zentral versagt, vor allem verriet er völlig gewissenlos Südtirol!

Fakt ist: Als Ergebnis des Krieges (und der heutigen traurigen Politfiguren) werden nun Deutsche täglich auf den Straßen abgestochen, vergewaltigt, als Freiwild gejagt, Millionen arbeitslose und analphabetische Sozialhilfe-Empfänger bevölkern zunehmend das Land, zehntausende Deutsche wandern jährlich aus und: Wir werden wieder, mit allen Psychotricks, in den Krieg gehetzt.

Georg Dattenböck

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