Erzbischof Grünwidl erhielt Pallium von Papst Leo XIV. im Petersdom
Gemeinsam mit allen neuen Erzbischöfen der katholischen Kirche empfing der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl am 29. Juni das Pallium von Papst Leo XIV. Die 35 in den vergangenen zwölf Monaten ernannten Erzbischöfe aus allen Teilen der Welt kamen in einer feierlichen Messe im Petersdom zusammen, um aus der Hand des Papstes das wollene Band als Zeichen ihres Amtes zu erhalten.
Erzbischof Josef Grünwidl erhielt das Pallium durch Papst Leo XIV. Das Pallium ist ein schafwollenes Band mit schwarzen Kreuzen und das Amtszeichen eines katholischen Erzbischofs.
Die 35 Erzbischöfe, die in den vergangenen zwölf Monaten vom Papst ernannt wurden, sind aus den unterschiedlichsten Ländern angereist. Unter ihnen sind etwa Shane Anthony Mackinlay, Erzbischof von Brisbane (Australien), Antonysamy Savarimuthu, Erzbischof von Madurai (Indien) und Guy Boulanger, Erzbischof von Sherbrooke (Kanada). Zufälligerweise gibt es auch eine Häufung von Erzbischöfen aus den Nachfolgestaaten von Österreich-Ungarn: Grzegorz Rys, Erzbischof von Krakau, Konrad Krajewski, Erzbischof von Łódź, Andrzej Przybylski, Erzbischof von Katowice und Stanislav Přibyl, Erzbischof von Prag.
Nach der Verleihung des Palliums sagte Erzbischof Grünwidl: „Es war eine wunderschöne Feier, ich konnte Weltkirche erleben und auch mit vielen neuen Erzbischöfen reden. Mit dem neuen Erzbischof von New York, mit meinen Kollegen in Prag und Indien. Es waren so viele nette Erzbischöfe da, es gab schon erste Kontakte und Gespräche und die Feier, die Liturgie selber war sehr bewegend.“
Das Pallium habe für ihn eine besondere Bedeutung, erläuterte Grünwidl: „Das Pallium ist natürlich eine Würde, es ist ja ein Amtszeichen des Papstes, das er nur besonderen Metropoliten und Erzbischöfen verleiht. Es ist aber sicher auch eine Bürde, die noch stärker an meine Verantwortung als Bischof und als Hirte erinnert. Besonders wichtig ist mir, dass dieses Pallium aus Schafswolle von den Agneslämmern hergestellt wird. Papst Franziskus hat immer gesagt: ‘Ein Hirte, ein Bischof muss den Stallgeruch der Herde haben.’ – Daran erinnert mich das Pallium auch in ganz besonderer Weise.“
Am Programm des Kurzbesuchs von Erzbischof Josef Grünwidl in Rom stand am Vorabend auch ein Empfang in der Österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl. Botschafter Marcus Bergmann und seine Gattin begrüßten Erzbischof Josef Grünwidl und Kardinal Christoph Schönborn.
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