Zurück zur Übersicht

Ergänzung zum Thema Fegefeuer

Ergänzung zum Thema Fegefeuer
Erstellt von:
Militärdekan Mag. Siegfried Lochner
Veröffentlicht am:
13.03.2025

In der Novemberausgabe des „13.“ stand auf der Titelseite des Artikels von Dominikanerpater Marley zu lesen, "die Armen Seelen brauchen unsere Gebete nicht!"

Dieses Altarbild in der Krypta von St. Sepulchres im Franziskanerkloster in Washington DC zeigt die Armen Seelen im Fegefeuer, die durch die Flammen der göttlichen Liebe geläutert werden. Die Engel bringen Trost, der aus unseren Gebeten und Taten der Nächstenliebe für die heiligen Seelen stammt, was im November besonders empfohlen wird.
Bildautor: Lawrence Lew OP

Diese Aussage widerspricht klar der Lehre der Kirche, die uns durch das heilige Konzil von Trient lehrt (25. Sitzung), daß die im Reinigungsort festgehaltenen Seelen eine Hilfe in den Fürbitten der Gläubigen finden, vor allem aber in dem Gott wohlgefälligen Opfer des Altares. Ähnlich das Glaubensbekenntnis des Michael Paläologus (1274): Zur Milderung der Fegfeuerstrafen nutzen den Armen Seelen die Fürbitten der lebenden Gläubigen, nämlich Meßopfer, Gebete, Almosen und andere fromme Werke. Im tridentinischen Glaubensbekenntnis heißt es: "Standhaft halte ich fest, daß es einen Reinigungsort gibt, und daß die dort festgehaltenen Seelen durch die Fürbitte der Gläubigen Hilfe finden." Der Irrtum Luthers, wonach Ablässe den Armen Seelen nichts nützten, wurde vom Papst Leo X. ausdrücklich zurückgewiesen! Es ist also nach katholischer Lehre unbedingt festzuhalten, daß die Armen Seelen sich selbst nicht mehr helfen können, sondern unseres Gebetes und der Fürbitte der Kirche dringendst bedürfen, was in der katholischen Liturgie und der katholischen Volksfrömmigkeit klar und unmißverständlich zum Ausdruck kommt. Es irritiert mich, daß eine solche Irrlehre, wonach die Armen Seelen unsere Gebete nicht bräuchten, den Lesern des 13. auf der Titelseite des Allerseelenmonats zugemutet wird, wo man eigentlich zum Gebet und Opfer für sie aufrufen und ermuntern müßte! 

Mag. Siegfried Lochner
Militärdekan Wr. Neustadt
siegfried.lochner [at] bmlv.gv.at

Anmerkung der Redaktion des „13.“: 
Der Leserbrief von Militärdekan Siegfried Lochner erscheint deshalb mit so großem Zeitabstand, weil durch ein technisches Problem jene Mitteilungen die direkt über die Internetseite gesendet wurden, erst jetzt in der Redaktion angekommen sind.

 

Jetzt „Der 13.“ digital abonnieren!

Ein Abo erneuert sich automatisch.
Ein Abo kann jederzeit gekündigt werden.

Monatsabo digital
4,00 EUR pro Monat
  • Alle Artikel auf www.der13.com
  • Die aktuelle Druckausgabe als pdf-Datei
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren
Jahresabo digital
39,00 EUR pro Jahr
  • Alle Artikel auf www.der13.com
  • Die aktuelle Druckausgabe als pdf-Datei
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren
Jahresabo print
65,00 EUR pro Jahr
  • Die Druckausgabe monatlich (11 Mal im Jahr)
  • Die Bezahlung erfolgt über die Internetseite
Jetzt abonnieren
Jahresabo digital + print
100,00 EUR pro Jahr
  • Die Druckausgabe monatlich (11 Mal im Jahr)
  • Alle digitalen Artikel auf www.der13.com
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren

Weitere Artikel aus der Kategorie Leserbriefe lesen

Leserbriefe Frankreichs Plünderungsnacht und das Opt-out aus der Asylpolitik
Unter dem Dach von La France Insoumise sind Islamismus und Marxismus zum Islamo-Marxismus verschmolzen, meint Mag. Christian Ebner. Österreich solle aus der Asylpolitik aussteigen.
Mag. Christian Ebner |
Leserbriefe Schröders Visite im Kreml
Leser Klaus Goldmann verteidigt Gerhard Schröders Geburtstagsbesuch bei Putin und fordert Gespräche mit Moskau statt immer neuer Waffenlieferungen.
Mag. Klaus Goldmann |
Leserbriefe Der Marsch auf Bozen: Wie Südtirol verraten wurde
Georg Dattenböck erinnert an seinen verstorbenen Freund Günther Rauch und dessen Buch „Der Marsch auf Bozen“ über Mussolini, Hitler und Südtirol.
Georg Dattenböck |
Leserbriefe Krankheit des Papstes als Aufbruch?

Was wird die Krebserkrankung des Papstes wohl bewirken?

Edeltraud Krieglmeier, 84564 Oberbergkirchen |
Leserbriefe Gebet für den kranken Papst

Als Papst Leo XIV. in Lourdes sehr bewegende Worte zu den Pilgern, besonders zu den Kranken sprach, dachte er nicht daran, dass er selbst bald zu jenen gehören wird, die Gebet und Zuspruch als Leidende brauchen.

Evi Schmid, 85244 Röhrmoos |
Leserbriefe Die Tonbänder der Anneliese Michel

Da ich in unmittelbarer Nachbarschaft von Klingenberg wohne, nahm ich die Gelegenheit wahr, Pfarrer Renz in Rück Schippach zu besuchen. Als China-Missionar hatte er viele Erlebnisse mit Besessenen. In China gibt es viele Besessene.

Jenny Ribes |
Leserbriefe Begegnungen, die im Herzen bleiben
Ein Krankenbesuch, stilles Gedenken am Tummelplatz in Innsbruck und ein Abend im Bierstindl: ein Tag, der im Herzen bleibt.
Alois Wechselberger |
Leserbriefe Gerührt von einem Video, aber ist es echt?
Yvonne Lettau hat ein Video von einer Hirschkuh mit Kitz unter einer Statue des Herrn gerührt. Doch ist es echt oder von einer KI erzeugt?
Yvonne Lettau |
Leserbriefe Christus in Seiner Kirche begegnen
Annemarie Christoph greift den Hinweis von Pfarrer Dr. Gerhard M. Wagner auf: Christus begegnen wir letztlich nur in der Gemeinschaft der Kirche.
Annemarie Christoph |
Leserbriefe Wozu der Mensch auf Erden ist
Eva Schmid zum neuen Buch von Heinz-Lothar Barth: Der Mensch ist um Gottes willen und zu Seiner Ehre geschaffen, woran auch Marienfried erinnert.
Eva Schmid |
Leserbriefe Ich bin bereit
Christoph M. Arzberger erinnert an die Antwort des heiligen Dominikus Savio beim Fußballspiel und an die Größe und Freude des Bußsakramentes.
Christoph M. Arzberger |
Leserbriefe Das Alte ist nicht aufgehoben
Dr. Johann Wilde ist fassungslos über die Umbenennung des Alten Testaments: Christus kam nicht, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
Dr. Johann Wilde |

Online Spenden

Wir sind von Ihren Spenden abhängig. Dafür können wir unabhängig berichten.