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Mutter vom Guten Rat

Mutter vom Guten Rat
Erstellt von:
Christine Pies
Veröffentlicht am:
20.06.2025

Bereits am 31. August 2024 veröffentlichte der „13.“ einen Artikel über das Gnadenbild Unserer Lieben Frau vom Guten Rat in Genazzano.

Papst Leo XIV. besuchte den Gnadenort Unserer Lieben Frau vom Guten Rat in Genazzano privat. Die Redaktion des „13.“ bittet die Mutter Gottes vom guten Rat in Genazzano (Italien) um besonderen Beistand für die Mütter, die ein Kind in sich tragen, dass sie die Kraft von Gott geschenkt bekommen, das Kind in Liebe abzunehmen und nicht dem Mordmesser eines Arztes ausliefern.
Bildautor: Albert Engelmann

Papst Leo XIV. verehrt dieses Bild sehr und hat es sogar bei seinem Amtseintritt neben dem Altar aufstellen lassen. Bereits nach seiner Wahl hat er das Heiligtum der Mutter vom Guten Rat in Genazzano in privater Form besucht. Das Heiligtum wird von den Mitgliedern des Augustinerordens betreut.

Christine Pies
pieschristine [at] web.de

Ein Großer Verehrer

Der Brasilianer Plinio Corrêa de Oliveira (*1908, †1995) war ein katholisch brasilianischer Politiker, Publizist und Gründer der Sociedade Brasileira de Defesa da Tradição, Família e Propriedade (TFP) zu deutsch: Brasilianische Gesellschaft zur Verteidigung von Tradition, Familie und Privateigentum. Er schrieb am 10. Mai 1985 an die Augustinerbrüder in Genazzano folgenden Brief:

Im Dezember 1967, ich war 59 Jahre alt, wurde ich von einer heftigen Diabetes-Krise befallen. Dies führte zu einem Wundbrand an meinem rechten Fuß, was den für meinen Fall zuständigen Chirurgen dazu brachte, die vier kleineren Zehen zu amputieren.
Der Arzt führte diese Maßnahme nicht ohne Zögern durch, denn er fürchtete, dass sich der Wundbrand über den ganzen Fuß ausbreiten könnte und damit die Notwendigkeit einer viel breiteren Amputation. Wäre es in diesem Fall nicht angebracht, den größeren Eingriff gleich vorzunehmen, fragte ich mich selbst?

Ich sollte also im Krankenhaus unter ärztlicher Beobachtung verbleiben.
Nun war es so, dass ich einige Zeit vor diesen Begebenheiten das Buch „La Vierge Mère du Bon Conseil“ (Die Jungfrau Mutter vom Guten Rat) von Monsignore Georges F. Dillon (Desclée de Brouwer, Brügge, 1885) gelesen hatte. Beim Lesen des Buches erlebte ich in meiner Seele einen deutlich gefühlten Trost.
Vor meiner Diagnose war ein Freund, Dr. Vicente Ferreira, nach Italien gereist und freundlicherweise brachte er mir aus Genazzano ein Bild des ehrwürdigen Gemäldes Unserer Lieben Frau vom Guten Rat. Dieses Bild wurde mir überreicht, als ich mich in einer geistlichen Prüfung befand, die mir viel mehr Leiden verursachte denn die körperliche Krankheit.

 

Oliveira war ein Verehrer der Mutter vom Guten Rat. Das Bild Zeigt den Altar mit dem wundertätigen Bild, links ist das Gnadenbild vergrößert und rechts wurde Plinio Corrêa de Oliveira eingefügt. Die Taglilie stammt aus Asien und steht für die Weisheit.
Bildautor: Albert Engelmann

Seit 1960 war ich Präsident des Nationalrates der Brasilianischen Gesellschaft zur Verteidigung von Tradition, Familie und Eigentum. Umstände, die hier nicht erwähnt zu werden brauchen, gaben mir die Gewissheit, dass es in den Fügungen der Vorsehung war, dass diese Bewegung eine große Tätigkeit in Brasilien, in ganz Südamerika und in anderen Kontinenten zugunsten der Christenheit durchführen sollte.
Auf der anderen Seite war ich mir sicher, dass mein Hinscheiden zu diesem Zeitpunkt dazu führen würde, die Frucht aller Anstrengungen, die zu gedeihen begann, zunichte zu machen. Und ich wünschte, das Werk zur Vollendung zu bringen zum größeren Ruhm der Muttergottes, bevor ich sterben sollte. Daher verfiel ich in einen Zustand echter Angst vor den Unsicherheiten meiner klinischen und chirurgischen Situation.

Am 16. Dezember, ich befand mich noch im Krankenhaus, übergab mir ein anderer Freund, Dr. Martim Afonso Xavier da Silveira im Auftrag von Dr. Vicente Ferreira, besagtes Bild. Als ich es anblickte, bekam ich den unerwarteten Eindruck, dass es ohne sich im geringsten zu verändern, mir eine unaussprechliche und mütterliche Süße ausdrückte, dass die Muttergottes mich tröstete und meiner Seele, ich weiß nicht wie, die Überzeugung gab, ich hatte ihr Versprechen, dass ich nicht sterben würde, ohne das gewünschte Werk zu Ende gebracht zu haben. Was meine Seele mit einer großen Linderung erfüllte.

Bis heute behalte ich diese Überzeugung unversehrt. Und dank der Muttergottes hat sich dieses Werk bewundernswürdig entwickelt und in mir die Hoffnung bestärkt, dass das Werk sein Ziel erreichen wird. Als ich mit dem versprechenden Lächeln der Muttergottes von Genazzano geehrt wurde, erzählte ich den Umstehenden nichts. Erst später sprach ich darüber mit Freunden. Zwei von ihnen, die mich im Krankenhaus begleiteten, als mir das Bild überreicht wurde, hörten meine Erzählung und sagten sofort, sie hätten bemerkt, dass das Bild der Mutter vom Guten Rat mich mit großem Gefallen angeblickt hatte, was ihre Aufmerksamkeit erregte. Sie hätten jedoch das von mir erwähnte Versprechenslächeln nicht wahrgenommen.

Beide unterschreiben mit mir diese gegenwärtige Erklärung.

Ebenfalls dank der Muttergottes hat sich meine Gesundheit ganz zum Erstaunen und Überraschung des OP-Arztes wieder hergestellt. Eine zweite vorgesehene Operation war nicht mehr nötig.

Mit meinem von Liebe und Dankbarkeit zur Mutter vom Guten Rat überfließenden Herzen schreibe ich diese gegenwärtige Erklärung.

Plinio Corrêa de Oliveira
São Paulo, den 10. Mai 1985

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