Fasten zur Ehre Gottes
Die Fastenzeit ist für manche Menschen eine Zeit, in der sie auf bestimmtes Essen, meistens genussvolle Speisen oder Getränke, verzichten.
Nach einer Zeit werden sie schlecht gelaunt und vermissen ihre alte Lebensgewohnheit. „Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht, damit du dich nicht vor den Leuten zeigst mit deinem Fasten, sondern vor deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten“ (Matthäus 6:17-18). Jesus sagt uns also, dass wir nicht zeigen sollen, dass wir fasten. Wenn wir zum Beispiel eingeladen sind, ist es unhöflich die angebotenen Speisen oder Getränke abzulehnen. Fasten können wir zuhause. Nicht nur auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, sondern vielmehr etwas zur Ehre Gottes zu machen, ist der Sinn des Fastens. Wenn wir unsere Zeit besser einteilen und mehr Heilige Messen besuchen oder beten und damit auf andere Tätigkeiten verzichten, wenn wir Freunden in der Not helfen oder einfach nur als Gesprächspartner zur Verfügung stehen, ist das Gottes- und Nächstenliebe, die mehr Wert ist, als zum Beispiel auf ein Stück Fleisch zu verzichten. Viele legen auch bewusst in der Fastenzeit ihr Handy oder den Laptop weg, um mehr Zeit zum Beispiel für die Kinder zu haben. Nur wenn ich die von mir freigeräumte Zeit auch sinnvoll nutze, ist es ein Dienst für Gott. Wichtig sind auch die Fastensonntage, an denen man ganz bewusst eine Pause vom Fasten einlegen sollte, damit man eben nicht, wie oben erwähnt, schlecht gelaunt wird. Wenn das Fasten zur Ehre Gottes geschieht, fällt einem der Verzicht auf bestimmte Gewohnheiten viel leichter.
Christine Pies
pieschristine [at] web.de
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