Zurück zur Übersicht

Pfarrer Ingo Dollinger und das Dritte Geheimnis von Fatima

Pfarrer Ingo Dollinger und das Dritte Geheimnis von Fatima
Erstellt von:
Autor der Redaktion bekannt
Veröffentlicht am:
09.10.2024

Es ist selten, dass die Redaktion des „13“ einen Leserbrief oder Beitrag ohne Namensnennung veröffentlicht. Die Redaktion wird den Namen des Leserbriefschreibers nach seinem Tod veröffentlichen.

Im Bild ist Pfarrer Ingo Dollinger (rechts) mit Pater Pio (links) zu sehen. Die beiden kannten einander auf wundersame Weise. Das Bild entstand am 21. Juni 1967.
Bildautor: Unbekannt

Mit meinen Eltern, Großvater und Tanten haben wir mit Spannung zu Beginn des Jahres 1960 auf die Veröffentlichung des Dritten Geheimnisses von Fatima gewartet, wie es die Muttergottes erlaubt hatte. Aber nichts geschah. Nach längerer Zeit kam eine Stellungnahme vom damaligen Papst Johannes XXIII., dass die Veröffentlichung nicht möglich sei, da es die Menschen in Angst versetzen würde. Die Jahre gingen dahin, die Päpste lasen es und verschlossen es wieder. Endlich wurde am 25. März 1984 die von der Mutter Gottes Maria verlangte Weihe Russlands an ihr Unbeflecktes Herz in abgeschwächter Form vorgenommen, da es Drohungen gab, wenn Russland erwähnt würde. So hieß es dann im Weihegebet von Papst Johannes Paul II., dass die Völker, die heuer ihr 500- und 1000-jähriges Jubiläum begehen, besonders geweiht würden. Betrachtet man das vollständig veröffentlichte Zweite Geheimnis, dann kann man daraus erkennen, dass die Weihe erst gültig vollzogen wird, wenn die Ankündigung „mehrere Völker werden vernichtet werden“ vorbei ist. Da heißt es: „Der Heilige Vater wird mir Russland, das sich bekehren wird, weihen und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“ Als Putin vor einigen Jahren unseren jetzigen Papst Franziskus fragte, wann die Weihe Russlands vollzogen würde, soll dieser geantwortet haben: „Wir sprechen hier nicht über Fatima.Putin kennt anscheinend die Botschaft genau und er fühlt sich jetzt vielleicht als Vollstrecker der Übel. Sein jetziger Krieg gegen die Ukraine veranlasste die dortigen Bischöfe vom Papst die Weihe der Ukraine und Russlands an das Unbefleckte Herz Mariens zu erbitten, was dieser auch tat. Experten vermissten auch diesmal die volle Intention Mariens. Was die Veröffentlichung des Dritten Geheimnisses am 13. Mai 2000 durch Papst Johannes Paul II. und der Interpretation durch den ihn begleitenden Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger betrifft, so kursierte bald das Gerücht, dass das Geheimnis nicht vollständig veröffentlicht wurde. Wenige Zeit vor seinem Tode ließ dann Ratzinger als emeritierter Papst Benedikt in den kirchlichen und weltlichen Medien veröffentlichen, dass die Behauptung, die Veröffentlichung sei nicht vollständig gewesen, von Dr. Ingo Joachim Dollinger, der einst sein Vertrauter war, frei erfunden sei. Er habe ihm gegenüber nie eine derartige Aussage gemacht.

Dr. Dollinger hatte jahrelang die Aufgaben des „Sekretariats für die Nichtglaubenden“ für den ehemaligen Augsburger Bischof, Dr. Josef Stimpfle, in enger Zusammenarbeit mit Kardinal Ratzinger erledigt. In dieser Zeit lebte er in großer Gefahr. Mehrere Anschläge auf sein Leben verhinderte der Himmel. Wer und was Papst Benedikt XVI. zu seiner Distanzierung veranlasste, ihn sozusagen als Lügner hinstellte, bleibt ein Rätsel, das viele, die den am 11. Juni 2017, am Dreifaltigkeitssonntag, verstorbenen Dr. Dollinger kannten, mehr als verwirrt hat.   

Der Name des Leserbriefschreibers ist der Redaktion bekannt

Jetzt „Der 13.“ digital abonnieren!

Ein Abo erneuert sich automatisch.
Ein Abo kann jederzeit gekündigt werden.

Monatsabo digital
4,00 EUR pro Monat
  • Alle Artikel auf www.der13.com
  • Die aktuelle Druckausgabe als pdf-Datei
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren
Jahresabo digital
39,00 EUR pro Jahr
  • Alle Artikel auf www.der13.com
  • Die aktuelle Druckausgabe als pdf-Datei
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren
Jahresabo print
65,00 EUR pro Jahr
  • Die Druckausgabe monatlich (11 Mal im Jahr)
  • Die Bezahlung erfolgt über die Internetseite
Jetzt abonnieren
Jahresabo digital + print
100,00 EUR pro Jahr
  • Die Druckausgabe monatlich (11 Mal im Jahr)
  • Alle digitalen Artikel auf www.der13.com
  • Alle pdf der Druckausgabe seit 2016
Jetzt abonnieren

Weitere Artikel aus der Kategorie Leserbriefe lesen

Leserbriefe Diskussion um die Pius-Bruderschaft
Univ.-Prof. Edward Schillebeeckx war ein belgischer Ordenspriester und Mitarbeiter am II. Vatikanischen Konzil. Er war ein geistiger Zerstörer der Kirche.
Christian Taffertshofer |
Leserbriefe Fürchtet euch nicht!
Mit diesen Worten rief Jesus seine Jünger zu Mut und Zuversicht auf. „Fürchtet euch nicht!“ – diese Worte sind laut Google in der Bibel 366-mal zu lesen.
Rolf Plewka |
Leserbriefe Rückzug von Norbert Hofer aus der FPÖ wäre die eleganteste Lösung!
Norbert Hofer hat sich durch eine Autofahrt unter Alkoholeinfluss selbst großen Reputationsschaden zugefügt.
Margit Steinwender |
Leserbriefe Pius X ist ein bißchen aus der Zeit gefallen

Die Mädchen mit ihren langen, faltigen Kitteln, den Pullmankappen, so höflich und demütig, untertan auf Grund ihres Geschlechts. Schrecklich, sie werden es außerhalb ihres geschützten Bereiches sehr schwer haben.

Doris Talafant |
Leserbriefe Kommunisten wählen
Landeshauptmann Josef Pühringer (Bildmitte) wollte keinen Wahlerfolg der Kommunisten.
Mag. Klaus Goldmann |
Leserbriefe „Der 13.“ sollte in keinem katholischen Haushalt fehlen
Ich bin begeisterte Leserin Ihres „13.“. Auf jede neue Ausgabe freue ich mich und erwarte sie mit Spannung!
Siglinde Aumann |
Leserbriefe Ein Arzt ergänzt einen theologischen Beitrag
Der theologische Beitrag "Die Heilung des Blindgeborenen im Evangelium des Johannes" von Magister Theologiae Michael Pies ist augenöffnend.
Dr. Gerald Strohe |
Leserbriefe Kirche ist keine Räuberhöhle
„Mein Haus ist ein Haus des Gebets; ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht.“ (Luk. 19, 45)
Christine Pies |
Leserbriefe Ein Vorbild für uns alle: David Buggi
Das Leben und Sterben von David Buggi ist uns allen ein Vorbild und eine Lehre.
Sofie Christoph |
Leserbriefe Ein Kardinal am falschen Weg
Bischof Schneider ist ein mutiger Hirte seiner Herde. Er scheut auch nicht davor zurück, den mächtigsten Kardinal der Kirche sanft zurechtzuweisen.
Evi Schmid |
Leserbriefe Europa ist ein Desaster
In ganz Europa wurde seit Jahrzehnten gespart, wo es nur ging. Straßen, Brücken, Bahnverkehr wurden immer nur notdürftig repariert. Genauso hat man es mit öffentlichen Gebäuden gemacht, bis man nun (welch eine Überraschung) feststellen muss, dass alles so
Christine Pies |

Online Spenden

Wir sind von Ihren Spenden abhängig. Dafür können wir unabhängig berichten.