Keine „Taufe“ für Hunde
Mit großer Überraschung habe ich erfahren, dass am 13. August 2026 im Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch eine „Taufe“ von Hundewelpen stattgefunden hat. Ich darf annehmen, dass keine Taufe im christlichen Sinn erfolgte. Trotzdem habe ich große Bedenken, denn laut Programmablauf wurde im Rahmen des Festaktes eine Heilige Messe gefeiert. Damit wurde eine unzulässige Verbindung zum christlichen Sakrament der Taufe hergestellt. Für mich ist die Taufe von Tieren ein heidnischer Brauch, der in der katholischen Kirche äußerst problematisch ist.
Mir ist bewusst, dass die Haltung von Hunden dem Zeitgeist entspricht. Viele Haushalte halten einen oder mehrere Hunde, oft auch als Ersatz für Kinder. Der Mensch ist aber nach Gottes Ebenbild geschaffen. Ein Hund ist kein Ebenbild Gottes, deshalb ist es nicht zulässig, ein Tier zu taufen. Heute kennen viele Menschen diesen wesentlichen Unterschied leider nicht mehr und meinen, der Mensch sei dem Tier ähnlich oder umgekehrt. Das zeigt nur die Unwissenheit über die Schöpfungsordnung Gottes.
Die Heilige Taufe ist nach katholischer Lehre ein Sakrament, durch das ein Mensch in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wird. Sie wird im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes gespendet, durch Übergießen mit Wasser oder Untertauchen. Bei der sogenannten „Tiertaufe“ bekommt ein Tier lediglich einen Namen. Sie ist daher von der christlichen Taufe und auch von kirchlichen Tiersegnungen klar abzugrenzen, damit bei den Menschen keine weitere Verwirrung entsteht.
Ich habe mich deshalb am 21. August 2026 an Militärbischof Dr. Werner Freistetter gewandt. Ich habe ihn ersucht, dass sich die Militärpfarre künftig nicht mehr an sogenannten Hundetaufen beteiligt und dass das Sakrament der Taufe nicht zur Unterstützung heidnischer Riten verwendet wird.
Dr. Rudolf Gehring
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