Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablass an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg – so jedenfalls die Legende. Ob dieser Moment historisch exakt so geschah oder nicht: Unbestritten ist, dass mit diesem Datum ein Prozess begann, der die Kirche tiefgreifend verändern sollte – und bis heute prägt.
Martin Luther am Totenbett, so mahlte ihn ein Schüler Cranachs. Er starb am 18. Februar 1546.
Doch wie sind die Folgen dieser Reformation aus katholischer Sicht zu bewerten? War Luther ein prophetischer Mahner, der Missstände aufzeigte und eine Erneuerung anstieß – oder war er ein Spalter, dessen Handeln eine Jahrhunderte währende Zerrissenheit des Christentums verursachte? Unbestritten ist:
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Mag. Michael Pies |
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