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Fleisch ist Fleisch

Fleisch ist Fleisch
Erstellt von:
Albert Engelmann
Veröffentlicht am:
05.06.2025

Fleisch ist Fleisch!“, brüllt ein halbnackter Mann im Dom zu Paderborn mit einem gerupften, kopflosen und bratfertigen Hühnchen in der Hand. Die Hühnchen waren in Windeln gewickelt. Der Erzbischof von Paderborn, Dr. Udo Markus Bentz, sitzt in der ersten Reihe der Zuschauer und erfreut sich persönlich ganz großartig an der Theateraufführung.

Der Bischof von Paderborn, Dr. Udo Markus Bentz (Bildmitte), machte sich zu einem Teil der Aufführung im Dom, indem er begeistert klatschte. Noch vor einem halben Jahr, am 25. Dezember 2024, predigte er im Dom wörtlich: „Das ‚Wort‘ fordert Verant-Wort-ung. Gerade von uns Christen, die wir unseren Glauben und unsere Hoffnung auf dieses fleischgewordene Wort Gottes und sein frohmachendes Wort des Evangeliums bauen.“ Der Ambo im Hohen Dom zu Paderborn erinnert an ein Huhn mit Menschenkopf. Da passt ja alles gut zusammen – ein wahres Gesamtkunstwerk.
Der Bischof wird sich zwischen dem Geld (links unten im Bild) und Jesus Christus (rechts unten im Bild) entscheiden müssen.
Bildautor: Albert Engelmann

Die Kunstaufführung kann auf YouTube noch bewundert werden. Die Redaktion des „13.“ hat das Video für Beweiszwecke gesichert. Der Inhalt ist schnell erzählt: Eine Frau und zwei Männer hüpfen mit Sensen und bratfertigen Hühnern vor dem Altar des Hohen Domes von Paderborn herum und singen zu der Melodie des Liedes „Live is Life“ der Musikgruppe Opus: „Fleisch ist Fleisch“. Die Hühner sind in Windeln gewickelt. Der ganze Unsinn dauerte etwa sechs Minuten. Die anwesenden Gäste im Dom applaudierten begeistert, darunter der Erzbischof Udo Markus Bentz und der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, ein ehrenhaftes Mitglied der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands).

Viele Menschen äußerten ihren Unmut über das Spektakel im Dom. Der Bischof schweigt eisern bis heute. Einige Beobachter der Vorkommnisse rund um Paderborn meinen, dass der Bischof Mitglied einer Freimaurerloge geworden ist und dass diese Kunstaufführung sozusagen sein Meisterstück sein könnte. Das ist natürlich reinste Vermutung und die Beobachter legten der Redaktion des „13.“ dafür keinerlei, also wirklich keinen einzigen, Hinweis und schon gar keinen Beweis vor. Einer der Beobachter sagte der Redaktion des „13.“ noch, dass man doch wissen müsse, dass geistliche Herren nicht in den geheimen Logenlisten aufgeführt würden, um diese Bischöfe besonders zu schützen.

Der Bischof selbst sagte am 25. Dezember 2024 wörtlich in seiner Weihnachtspredigt: „Worte sind nie nur harmlos. […] Das ‚Wort‘ fordert Verant-Wort-ung. Gerade von uns Christen, die wir unseren Glauben und unsere Hoffnung auf dieses fleischgewordene Wort Gottes und Sein frohmachendes Wort des Evangeliums bauen.“

Die Redaktion des „13.“ erlaubt sich, die Worte des Bischofs vom „fleischgewordenen Wort Gottes“ auf die Kunstveranstaltung im Hohen Dom zu Paderborn „Fleisch ist Fleisch“ zu beziehen. Die nackten, kopflosen und bratfertigen Hühner stellen in dieser Kunstaufführung also Jesus Christus dar. Offenbar war die Windel eine Anspielung auf den neugeborenen Jesus, der in der Krippe in Windeln von den Hirten besucht wurde. Maria war wohl die Frau, einer der Männer stellte dann Josef dar und der zweite Mann verkörperte die Hirten vom Feld. Wenn man dann noch bedenkt, wie verkorkst die Brüder in den Logen denken, die sich in den sinnentleertesten Symbolen verlieren und manchmal darüber sogar wahnsinnig werden, läuft es einem kalt den Rücken hinunter. Der Bischof unterstützt das alles wohlmeinend.

Wird der Bischof als Nächstes ein Huhn ans Kreuz im Paderborner Dom nageln? Vor vielen Jahren machte ein gekreuzigter Frosch des Künstlers Martin Kippenberger von sich reden. Ein gekreuzigtes Huhn im Dom würde den Frosch allemal übertreffen. Dafür wird der Bischof dann in die Hochgradfreimaurerei eingeführt.

Am Ende des Videos, das dem „13.“ vorliegt, geht der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit einem stolzen Lächeln der absoluten Macht auf die Bühne vor dem Altarraum des Hohen Domes in Paderborn, und man sieht ihm den Sieg ins Gesicht geschrieben an.
 

Der Teufel spottet Gott in seinem eigenen Haus, der Bischof applaudiert, und die staatliche Macht genießt. 
 

Ninive wurde verschont, da es Buße tat und umkehrte.

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