Am 22. Juli feiert die römisch-katholische Kirche das Fest der Heiligen Maria Magdalena. Wenn man ihre Bezeichnung als Apostolin der Apostel genauer betrachtet, gibt es einen konkreten biblischen Ausgangspunkt nach Johannes 20,11–18. Maria Magdalena begegnet dem Auferstandenen im Garten. Entscheidend ist nicht allein, dass sie Jesus sieht, sondern dass Jesus ihr einen konkreten Auftrag gibt: „Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen …“ Und Maria geht zu den Jüngern und verkündet: „Ich habe den Herrn gesehen.“
Maria Magdalena sieht den auferstandenen Herrn
„Durch himmlisches Verdienst wurdest du, o Maria, als erste unter den Sterblichen gewürdigt, die wahre aufgehende Sonne zu schauen. Bitte für uns, damit auch wir Seine Herrlichkeit schauen und uns mit dir im Himmel freuen dürfen.“ Antiphon zum Benedictus (Proprium O.P., Eigenliturgie des Dominikanerordens) für das Fest der heiligen Maria Magdalena.
Dieses Opus-sectile-Detail stammt aus der Kirche St. Mary's in Balham, London.
Das Bild wurde mit Hilfe der KI Grok links und rechts verbreitert, damit ein Querformatbild entstanden ist.
Bildautor: Lawrence Lew, O.P.
Hier liegt der eigentliche theologische Kern des Titels: Jesus selbst macht Maria Magdalena zur Botin der Auferstehung. Das katholische Verständnis von Apostel ist dabei zunächst weiter als die spätere, streng institutionelle Bedeutung des Apostelamtes. Das griechische apostolos bedeutet wörtlich Ge
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Elmar Lübbers-Paal |
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