Was Émile Zola in Lourdes nicht sehen konnte und was er übersehen wollte
Für den Romancier Zola (1840-1902) war der Marienwallfahrtsort Lourdes, den er erstmals 1891 kennenlernte, eine Provokation. Während der französischen Nationalwallfahrt im Sommer 1892 mischte er sich daher unter die Pilger, um sich ein genaueres Bild zu machen. Die „Frechheit der Wunder" hielt in Lourdes einige Überraschungen für ihn bereit.
Im Bild die Kirche in Lourdes und oben rechts im Bild der Schriftsteller Émile Zola.
Bildautor: Albert Engelmann
Es muss ein doppelter Schock für Zola, den scharf antikirchlich eingestellten Schriftsteller, gewesen sein, als er 1891 während einer Reise nach Südfrankreich in Lourdes die herbeigeströmten Pilgermassen erlebte. Erschreckend wirkte das geballte Elend der auf Heilung hoffenden Schwerkranken, die man
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Mag. Michael Pies |
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