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„Man wird nie betrogen, man betrügt sich selbst.“

„Man wird nie betrogen, man betrügt sich selbst.“
Erstellt von:
Prof. Dr. Robert Martin Kerr
Veröffentlicht am:
24.09.2026

In der am 16. September erschienenen Note „Ein Weg der Hoffnung: Sechzig Jahre Dialog und in­ter­religiöse Geschwisterlichkeit im Licht der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Konzils Nostra ætate“, die von den Dikasterien für die Glaubenslehre, zur Förderung der Einheit der Christen und für den interreligiösen Dialog herausgegeben und vom Heiligen Vater unterzeichnet wurde, lesen wir in § 43: „Schließlich sei an das zunehmend kritische Bewusstsein gegenüber den Er­schei­nungs­formen der Islamfeindlichkeit im westlichen Kontext erinnert, die nicht angemessen zwi­schen Fällen von Fundamentalismus und Gewalt einerseits und dem friedlichen Leben der an­de­ren muslimischen Gläubigen andererseits unterscheiden, die in den sie aufnehmenden Ländern ar­beiten und sich integrieren.“ Hier wird, wie so häufig, nicht zwischen dem Islam als einer um­fas­senden Daseinsordnung, dem Dīn, mithin einer politischen Religion, und den Muslimen als Men­schen unterschieden. Vielmehr wird grundsätzlich unterstellt, daß Kritik am Islam bereits Is­lam­feindlichkeit sei, während die Gewalt einem unbestimmten „Fundamentalismus“ zu­ge­schrie­ben wird. Von jenen Anhängern des Islams hingegen, die sich nicht integrieren wollen oder gar ih­re Aufnahmeländer ihrerseits dem Islam unterzuwerfen gedenken, ist mit keinem Worte die Rede.

Diese sieben Männer sind heute als Märtyrer im Himmel. Im Hintergrund das Kloster Tibhirine, aus dem die Mönche verschleppt wurden. Sie wurden von ganz normalen Muslimen geköpft. Das steht so im Koran. Papst Leo XIV. schweigt gerne dazu, wenn er Algerien besucht. Sein Adlatus, Kardinal Fernández, schreibt gerne schöne Geschichten über den Islam, die nicht wahr sind.
Die geköpften Mönche des algerischen Klosters von Tibhirine hießen: Frère Bruno (links oben), Frère Christophe (oben Mitte), Frère Christian (rechts oben), Frère Célestin (links unten), Frère Michel (rechts unten), Frère Luc (in der Mitte links) und Frère Paul (in der Mitte rechts). Sie starben für Gott und die Kirche, aber offenbar nicht für Papst Leo XIV. und seinen Adlatus Fernández.
Bildautor: Albert Engelmann
Die Haltung der Kirche gegenüber dem Islam, insbesondere diejenige Leos XIV. wie auch seines Vorgängers Franziskus I., ist, um es wohlwollend auszudrücken, nicht frei von Wider­sprü­chen. Dies rührt vor allem daher, dass nebst zutreffenden Bemerkungen die geschichtlichen und poli­ti­schen Verhältnis
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