Schröders Visite im Kreml
Seit knapp fünf Jahren tobt der Krieg in der Ukraine, aber es wird nichts getan, um den Konflikt friedlich zu lösen. Es finden keine nennenswerten Verhandlungen statt, sondern es werden weiterhin auf Kosten des europäischen Steuerzahlers Milliarden für Waffen an Kiew ausgegeben. Meiner Meinung nach verlängern diese Waffenlieferungen nur einen Krieg, bei dem es nur Verlierer geben wird. Die UNO, heißt es, sichert den Weltfrieden. Man hört nichts vom UNO-Generalsekretär, keine Friedenspläne oder sonstige Vorschläge, um endlich in Richtung Ende dieses Bruderkrieges zweier slawischer, orthodoxer Völker zu gehen. Anscheinend soll der Krieg noch dauern, um der Waffenindustrie gigantische Gewinne zu verschaffen, gleichzeitig wird das ukrainische Volk ausgedünnt, so dass es irgendwann nach dem Krieg so richtig ausgesaugt werden kann. Immerhin verfügt dieses Land über viele Rohstoffe und Getreidevorkommen. Wiederaufbaukredite wird es dann nur geben, wenn die Ukraine ihr Volksvermögen an die Wall-Street-Banken und die City of London verscherbelt.
Leider sprechen manche in Europa schon von einem bevorstehenden Krieg mit Russland. Um Schlimmeres zu verhindern, sollten Europäer mit dem russischen Präsidenten reden und nicht nur mit Kriegsgeschrei drohen, ansonsten wird diese Spannung zwischen Europa und Russland niemals enden und am Ende stehen kriegerische Auseinandersetzungen. Wenn Gerhard Schröder, der immerhin als Kanzler eine Beteiligung am Irak-Krieg ablehnte, Putin besucht und ihm zum Geburtstag gratuliert, wird es das zerrüttete Verhältnis zwischen Russland und Europa etwas verbessern.
Die Frage ist: Wollen wir uns einen Endloskrieg in der Ukraine mit ungewissem Ausgang leisten oder Leute unterstützen, die versuchen, deeskalierend zu wirken, so dass es bald zu einer friedlichen Lösung kommt? Mehr als 90 Prozent der Europäer wollen einen schnellen Frieden in der Ukraine, dazu braucht’s Kanäle in den Kreml. Mir ist jedenfalls Gerhard Schröder lieber als Frau Strack-Zimmermann, die im Volksmund als „Flak-Rheinmetall“ bezeichnet wird.
Mag. Klaus Goldmann, Gallneukirchen
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