„Der 13.“ Februar 2026
Viele Menschen guten Willens fragen sich, und manchmal fragen diese Menschen auch mich, ob sie die katholische Kirche verlassen sollen. Meine Antwort ist immer die gleiche: Nein. Wir bleiben auch in der bittersten Stunde der Erniedrigung unseres Herrn unter dem Kreuz. Wir laufen nicht weg. Wir bleiben unter dem Kreuz gerüstet. Unser Schwert ist die Wahrheit in Gott, unser Schild ist die Liebe zu Gott, unser Harnisch ist die Treue zu Gott. Unser Platz ist auf den Knien, vereinigt unter dem Kreuz. Unser Ziel ist die Herrlichkeit in Ewigkeit. Die Kraft dazu kommt aus dem Gebet, aus der Liebe zu Gott und aus der Liebe zu unserem Nächsten.
In dieser Ausgabe berichtet „Der 13.“ wieder über die vielfältigen Probleme in der Kirche. Viele Menschen, die den „13.“ lesen, meinen, wir sollten mehr Beschauliches berichten. Dazu kann ich nur fragen: Wie soll ich über den wundervollen Garten vor meinem Haus berichten, wenn der Dachstuhl meines Hauses in Vollbrand steht?
Kürzlich rief mich ein Leser des „13.“ an und erzählte mir, dass er sich noch erinnert, dass vor vielen Jahren „Der 13.“ sogenannte Leserversammlungen organisierte. Dieses Format des geistigen Austausches werde ich wiederbeleben. Im April werde ich in Wien eine Leserversammlung organisieren. Ich denke an den 18. April, das ist ein Samstag. Den Ort und die Uhrzeit werde ich in der kommenden Ausgabe des „13.“ in der März-Ausgabe bekannt geben. In Linz könnten wir einander am 9. Mai (Samstag) treffen. Den Ort und die genaue Zeit werde ich ebenfalls in der März-Ausgabe bekannt geben.
Eine interessante Wortmeldung konnte man am 7. Februar im deutschen Tagesspiegel lesen: Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, warnt eindringlich vor den Gefahren eines Waffenstillstands in der Ukraine ohne starke Sicherheitsgarantien. In dem Interview betonte er: „Solange die Ukraine Europa verteidigt, ist die Gefahr nicht so groß.“ Die Ukraine fungiere derzeit als eine Art Pufferstaat. Die russischen Truppen sind gebunden, und damit ist die Bedrohung für die NATO-Ostflanke kleiner. Wenn aber ein Waffenstillstand eintreten würde, würde sich die Lage fundamental verändern. „Dann kann Putin seine Aufrüstung in aller Ruhe fortsetzen, und die Bedrohungslage verschärft sich für die NATO-Länder an der Ostflanke“, erklärte der 79-jährige Sicherheitsexperte.
Friede scheint derzeit für viele Verantwortungsträger nicht wünschenswert zu sein. Beten wir gerade deshalb um Frieden. So bleibt mir, Ihnen noch Gottes Segen und Frieden zu wünschen.