Kopf des Monats: Juli 2026

Anneliese Michel

Vor fünfzig Jahren starb die Theologiestudentin Anneliese Michel. Nach Ansicht der Kirche war sie von mehreren Dämonen besessen. Nach Ansicht der Ärzte war sie krank, sie soll an Epilepsie gelitten haben. Nach ihrem Tod kam es zu einem staatlichen Prozess und zum Rücktritt des zuständigen Würzburger Bischofs.
Der unglückliche Tod der jungen Frau wurde damals in internationalen Medien dazu missbraucht, den Exorzismus der katholischen Kirche, also die Austreibung von Dämonen, ins Lächerliche zu ziehen. Man warf der Kirche vor, keine medizinische Kompetenz zu haben, was die Kirche auch nie für sich in Anspruch genommen hat. Seit dieser Zeit gibt es immer weniger Exorzisten in der Kirche, obwohl es immer mehr Menschen gibt, die offensichtlich von Dämonen besessen oder umsessen sind. So bitten in Italien immer öfter psychiatrische Einrichtungen um Unterstützung von Priestern.
In Deutschland gibt es seit damals immer weniger Exorzisten. Die Leidtragenden sind die Betroffenen.
Viele Bischöfe scheinen selbst nicht mehr zu glauben, dass es Dämonen gibt. Im Neuen Testament gibt es aber viele Schriftstellen, die beschreiben, wie Jesus Dämonen austreibt.
Die Redaktion des „13.“ ist sich sicher, dass Anneliese im Himmel ist und eine Heilige ist. Wir freuen uns, wenn Sie liebe Leser uns schreiben, was Sie zu Anneliese Michel selbst erlebt haben.
Bitte lesen Sie auch die Seiten 12 und 14 der Juli/August-Ausgabe 2026.