Ausgabe Februar 2021

Liebe Leserin, lieber Leser!

Papst Franziskus I. ist offenbar bestrebt, mafiöse Strukturen im Vatikan und die Veruntreuung hoher Geldbeträge aufzudecken und zu beenden. Das ist eine gefährliche Aufgabe, die der Papst auf sich genommen hat. Beten wir für den Papst, damit ihm sein Vorhaben gelingen möge, die Korruption im Vatikan zu beenden.
In Polen wurde ein fast vollständiges Abtreibungsverbot in Kraft gesetzt. Der Südamerikanische Staat Honduras wird voraussichtlich das vollständige Abtreibungsverbot 2021 sogar in Verfassungsrang stellen. Das sind grundsätzlich großartige Nachrichten. Eine Gesellschaft kann aber nicht nur auf Verbote setzen. Die schwangeren Frauen müssen von der Gesellschaft auch finanziell so gut unterstützt werden, dass eine Frau schon aufgrund der finanziellen Absicherung nicht einmal auf die Idee kommt, ihr Kind umbringen zu lassen. Auch ist es an jedem Einzelnen von uns, den werdenden Müttern mit Respekt und Liebe zu begegnen. Wir Christen sind hier besonders von Christus zur Nächstenliebe gerufen für die Kinder und die Mütter. Es gibt keine Kinder der Sünde, es gibt nur von Gott geliebte Kinder.
 

Unsere liebe Großmutter Martha Knett wird in wenigen Wochen, am 25. März, ihren 96. Geburtstag feiern. Sie trotzt mit christlicher Langmut ihren Schmerzen, die ihr das Gehen bereitet, um nicht ganz bettlägrig zu werden. Ihre große Aufgabe findet sie am Ende ihres Lebens im Gebet. Trotz der schmerzlichen Lage, in der sie sich befindet, ist sie fröhlich und zuversichtlich und gibt auch uns, die wir sie unterstützen, viel Kraft und Frohsinn. Täglich lesen wir gemeinsam im Neuen Testament. Nach einem Kapitel sagt sie oft: „Das ist doch wunderschön“ und dann beginnt sie manchmal aus ihrem Leben zu erzählen, aus ihrer Kindheit, die sehr glücklich war, aus der Kriegszeit, dem zerbombten Wien, dem Wiederaufbau, ihrer Zeit als Lehrerin und ihre Erlebnisse mit der Kirche. Gerne erinnert sie sich an die „Tante Mimi“. Jene „Tante Mimi“ und ihr Mann waren eine kleine Insel auf der Fluchtroute vieler Juden aus Wien Richtung Palästina. Die Familie Knett sammelte viele Lebensmittelkarten, die sie im Sommer nicht brauchten, wenn sie am Land bei Freunden lebten. Diese Lebensmittelkarten bekam dann „Tante Mimi“, damit konnte sie die ihnen anvertrauten Juden auch mit Essen verpflegen. Die „Tante Mimi“ war die geborene Mimi Csarada de Csaroda, Tochter des ungarischen Magnat und Herrn auf Csarada und verheiratet mit Franz Ritter Zohàr von Karstenegg. Im Buch „David, Aufzeichnung eines Überlebenden“ von Ezra Gershom findet sich eine Danksagung an den Ritter von Karstenegg aus Wien.
So wollen wir so tapfer durch unsere Zeit gehen, wie die „Tante Mimi“ und ihr Mann durch deren Zeit gingen!
So dürfen wir uns wieder einmal für Ihr Gebet, Ihre Informationen und Ihre finanzielle Unterstützung bedanken!